Die Glücksformel
h.o.m.e. | Juni 2009

Optimismus ist wie eine sich selbst erfüllende Vorhersage: Positive Emotionen machen uns gesünder, erfolgreicher, glücklicher. Interieur-Experten wissen, was zu tun ist, damit Räume optimistischer wirken – und ihre Bewohner gleich mit!  [weiter]

Die Glücksformel
h.o.m.e. | Juni 2009

Optimismus ist wie eine sich selbst erfüllende Vorhersage: Positive Emotionen machen uns gesünder, erfolgreicher, glücklicher. Interieur-Experten wissen, was zu tun ist, damit Räume optimistischer wirken – und ihre Bewohner gleich mit! 

Während angesichts der Wirtschaftskrise alle Welt die Mundwinkel nach unten zieht, hat Jonathan Adler noch ein strahlendes Lächeln auf den Lippen. Zumindest, wenn er an sein Zuhause denkt. Der New Yorker Designer ist der festen Überzeugung, dass sich die richtige Einrichtung heilsam auf unsere Psyche auswirkt. „Eine Wohnung kann wie eine gute Dosis Antidepressiva sein“, schreibt er, „sie sollte voller Dinge sein, die man liebt und die einen glücklich machen.“ Stilgläubigkeit, Minimalismus und Zurückhaltung sind seine Sache nicht. „Sei unangemessen!“, fordert er auf. „Mixe Stile und Farben, verwöhne dich mit einem Himmelbett voller luxuriöser Kissen, hänge einen Kronleuchter in die Abstellkammer! Dann werden dir deine Räume ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“ Ihm selbst macht ein Porzellan-Collie jedes Mal gute Laune, wenn er sein Haus betritt. Porzellanhunde statt Prozac – da werden Realisten einwenden: Wie soll das gehen? Und aus welchem Grund sollten wir uns gerade jetzt, wenn die Welt draußen den Bach runterzugehen scheint, eine rosa Brille aufsetzen? Ganz einfach: weil es funktioniert.

Optimismus ist wie eine sich selbst erfüllende Vorhersage: Wenn wir optimistisch sind, geht uns nicht nur alles leichter von der Hand, sondern auch unsere Mitmenschen mögen uns lieber und das Marmeladenbrot fällt weniger oft mit der bestrichenen Seite nach unten – positive Emotionen machen uns schlicht und einfach besser. Sie vergrößern unsere angeborenen geistigen, körperlichen und kommunikativen Fähigkeiten. Und wer positiv denkt, hat auch mehr Glück. Der britische Psychologe Richard Wiseman untersucht seit Jahren, warum manche Menschen „Glücksmagneten“ sind und andere „Pechvögel“. Das Ergebnis seiner Studien: „Glück ist eine Frage der Lebenseinstellung.“ Optimistische Menschen sehen einfach mehr Chancen im Leben, während Pessimisten für die Möglichkeiten des Alltags blind sind. Optimismus ist also nicht einfach Realitätsferne, sondern die vernünftigste Einstellung, die man haben kann. Ob wir Weiß- oder Schwarzseher sind, ist laut Martin Seligman, dem Begründer der positiven Psychologie, zu 50 Prozent von unseren Genen bestimmt. In seinem Buch „Der Glücks-Faktor“ erklärt er: „Glück entsteht durch die Kombination von Vererbung, Lebensumständen und Willen.“ Dem ersten Drittel dieser Formel sind wir ausgeliefert, an den beiden anderen Schrauben können wir drehen. Zum Beispiel dort, wo alles Glück beginnt: zu Hause.

„Wie wir uns einrichten, wirkt sich auf unsere Stimmung aus“, sagt Thomas Fröhling, Coach und Gründer des deutschen Feng Shui Instituts. Die fernöstliche Lehre von der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung hat einen alten Grundsatz: „Erst prägen wir unsere Räume, dann prägen die Räume uns.“ Ein Feng-Shui-Berater befragt seine Kunden nach ihren Wünschen und Problemen und sorgt dann gezielt für Veränderungen in der Wohnung, die sich positiv auf den Bewohner auswirken sollen. Gerade in Zeiten, in denen schon ein Blick in die Zeitung im Kopf unweigerlich ein Sorgenszenario lostritt, ist es wichtig, Sicherheit und Gelassenheit ins Haus zu bringen. Drei Wege gibt es dahin:

Mehr Licht!

Ohne Licht sind wir nichts. Selbst die erlesenste Einrichtung ist ein Trauerspiel ohne die richtige Beleuchtung. Licht wirkt auf unseren Organismus. Regt den Stoffwechsel an, stärkt unser Immunsystem, fördert die körpereigene Endorphin-Produktion. Nicht umsonst wird Lichttherapie gegen Winterdepression eingesetzt. Jeder weiß: Nichts vertreibt Sorgen und Trübsinn so gut wie ein ausgedehnter Spaziergang unter blauem Himmel. Aber für ein optimistisches Zuhause brauchen wir mehr als nur Helligkeit. Auf die Stimmung kommt es an. Von frischem Funktionslicht, das uns morgens aufweckt, über das kommunikative blendfreie Licht am Esstisch bis hin zum kuscheligen Kerzenlicht, das es uns abends gemütlich macht, sollte das Spektrum reichen.

Mehr Farbe!

Farbe ist eine Allzweckwaffe. Sie kann selbst dunkle Räume zum Leuchten bringen. Ein transparenter farbiger Vorhang oder eine gelb gestrichene Wand, auf die Tageslicht fällt, wirken fast wie Mood Lights. Farbe kann uns je nach Bedürfnis Energie, Geborgenheit oder Ruhe spenden. Welche Farben sich positiv auf unser Gemüt auswirken, ist von Person zu Per- son verschieden. Niemand muss sich um des Optimismus willen zu knallroten Wänden zwingen. Das Beste an Farbe aber ist: Sie ist so einfach zu ändern. Brauchen wir optimistische Energie im Frühling? Streichen wir eine Wand maigrün. War das ein Fehler? Es kostet uns einen Samstagnachmittag und einen Eimer Farbe, alles zu verändern.

Mehr Mut!

Unsere Räume sind eine Bühne! Bilder, Skulpturen oder Möbel, die wir lieben, sind Ausdruck unserer Persönlichkeit und Denkmäler unserer Identität. Wir sollten sie so präsentieren, dass sie uns jeden Tag gute Laune machen. Ob unser Innenarchitekt sie belächelt oder die Nachbarn sie kitschig finden, ist völlig egal, solange sie uns selbst gefallen. „Stellen Sie sich vor, Ihr Haus würde brennen.Was würden Sievor den Flammen retten: die Porzellankatze, die Sie von Ihrer Mutter geerbt haben, oder den Stuhl, auf dem Sie sitzen?“, fragte der niederländische Designer Marcel Wanders einmal in einem Interview. „Letztlich sind es nur die Emotionen, die den Wert eines Gegenstands bestimmen.“ Ein Familienerbstück symbolisiert Beständigkeit, eine afrikanische Skulptur steht für unsere Sehnsüchte. Ein kitschiger Salzstreuer vom Flohmarkt kann genauso eine Trophäe unseres Lebensstils sein wie ein 50er-Jahre-Designklassiker. Es muss kein Porzellanhund sein, der Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Aber es darf!

Und womit fangen wir an? Sechs Experten aus den Bereichen Wohnpsychologie, Interior Design, Lichtplanung sowie Feng Shui geben Tipps für ein optimistisches Zuhause:

Wie kann Design unsere Stimmung aufhellen?

PETER KEMPE, Kuball & Kempe Concept Store

Kuball & Kempe verkauft in Hamburg seit zehn Jahren Schönes aus aller Welt: Altes, Neues und auch hauseigene Editionen, die mit namhaften Glas- und Porzellanmanu- fakturen hergestellt werden.

Je härter die Zeiten werden, desto beschützter, schöner und wertvoller sollte unsere Umgebung sein. Wie ein kleiner Kosmos. Ein Schneckenhaus. Ein optimistischer Raum muss nicht gleich bunt, lustig und starkfarbig sein. Ich denke, der Sinn von schwierigen Zeiten ist, dass sich die Leute auf ihre Wurzeln besinnen. Wenn die Konsumfreude zurückgeht, wird Kultur wichtiger.

• Umgeben Sie sich mit Dingen, zu denen Sie eine besondere Beziehung haben. Gegenstände, die uns ein Leben lang begleiten, können Optimismus in unser Haus bringen. In ihnen wohnt eine Beständigkeit, die uns Schutz bietet.

• Suchen Sie sich Lieblingsteile, die Ihre Sehnsüchte symbolisieren. Eine Weltkarte oder einen Globus finde ich sehr optimistisch, denn sie stehen für Weltläufigkeit.

• Dinge, die einen gewissen Schalk im Nacken haben, sind sehr optimistisch. Zum Beispiel produzieren wir mit der Glasmanufaktur Theresienthal eine Glaskollektion mit Spielkarten-Motiven. Die Idee kam letztes Jahr auf – angesichts der Zockermentalität während der sich anbahnenden Finanzkrise. Das ist Optimismus: Wenn wir auch alles verloren haben, können wir immerhin noch aus einem schönen Glas trinken!

 

Welches Licht macht uns zu hause gute Laune?

ULRIKE BRANDI, Lichtdesignerin

Ulrike Brandi hat schon das Hamburger Rathaus, den Münchener Flughafen und das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart ins rechte Licht gerückt. Zu ihren aktuellen Projekten gehört die Lichtplanung für die Elbphilharmonie, die von Herzog & de Meuron in der Hamburger Hafencity gebaut wird. www.ulrike-brandi.de

Das Licht, das uns am stärksten beeinflusst, ist das Tageslicht. Ich glaube, jeder weiß aus persönlicher Erfahrung, wie positiv sich ein Tag mit strahlendem Sonnenschein auf unser Gemüt auswirkt. Tageslicht ist dynamisch und unterschiedlich – das hat die Menschen in ihrer gesamten Evolution geprägt. Keiner von uns würde rund um die Uhr strahlenden Sonnenschein ertragen, wir brauchen auch Dämmerung, Wolkentage, diffuses Licht. Übertragen auf die Lichtplanung in Innenräumen heißt das:

• Zu Hause brauche ich flexible Lichtlösungen. Mal das helle, indirekte, die Höhe der Räume betonende frische Licht und mal eher niedriges, gedämpftes, wärmeres Licht, um mich zurückziehen zu können.

• Um ein optimistisches Lächeln ins Zuhause zu bringen, versuchen Sie, das Tageslicht so optimal zu

nutzen, wie es geht. Die Räume, in denen Sie tagsüber sind, sollten die hellsten der Wohnung sein.

• Sie können verschiedenfarbige Vorhänge einsetzen, um das Tageslicht in der Wohnung mal warm, mal frisch zu filtern, ohne es dabei gleich herunterzudämpfen.

In Zimmern, in denen kein Tages- licht vorhanden ist, muss man natürlich mit Lampen arbeiten. In meinem Badezimmer habe ich ein sehr helles Gesundheitslicht, das eigentlich für Lichttherapie eingesetzt wird. An manchen Tagen tut mir das gut. An anderen, wenn ich nicht jede einzelne Lachfalte sehen möchte, schalte ich nur das warme, schmeichelnde Licht neben dem Spiegel ein.

• Im Wohnbereich braucht man ganz verschiedene Lichtquellen. Der Essplatz sollte ein Lichtmittelpunkt sein, an dem man Halo- gen- oder Glühlampen einsetzt, die auch dimmbar sind. An einem grauen Nebeltag kann man es dann schön hell machen und für einen gemütlichen Abend herunterdimmen. Die Farbwiedergabe von Halogen und Glühlampen ist für den Esstisch optimal: Hier sieht die Tomate schön rot und der Salat schön grün aus! Über dem Esstisch finde ich eine Pendelleuchte am besten, die auf dem Tisch einen Lichtkreis schafft. Das ist ein schöner Mittelpunkt für den Familien- oder Freundeskreis. Sie darf nicht blenden oder den Blick auf das Gegenüber verstellen.

 

Wie wirken die Räume, die wir bewohnen, auf unsere Psyche?

UWE R. LINKE, Wohnpsychologe

Uwe R. Linke, ausgebildeter Psychotherapeut und Coach, ist Inhaber des Einrichtungshauses LOFT in Passau. Ende 2009 erscheint sein erstes Buch „Wohnpsychologie“. www.wohnpsychologie.com

Wie ein Raum auf unsere Stimmung wirkt, ist von Person zu Person verschieden. Unsere Psyche speichert Erlebnisse ab und verknüpft sie mit Gefühlen und Emotionen. Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass daraus die heutigen Assoziationen kommen. Denn im Unbewussten oder im Bewussten abgespeichert wirken die Erinnerungen und lassen uns etwa die Farbe Rot als energievoll-herzlich oder als zerstörerisch-aggressiv empfinden. Die Psyche vergisst nichts, wir können nur nicht immer auf die Grundlage der Erinnerung zugreifen. Daher kann ein Raum jede Wirkung auf uns haben, je nachdem, welche Erfahrung wir damit gemacht haben: Enge wirkt auf einen Menschen gemütlich, auf den anderen beängstigend.

Um eine Wohnung optimistischer zu gestalten, würde ich

• aufräumen: und zwar nicht neue Halden hinter Türen schaffen, sondern bewusst Dinge ordnen;

• Platz zum Entspannen schaffen: Zur inneren Ruhe kommen (ohne Ablenkung) ist für viele schon eine Herausforderung;

• Platz zum Spielen schaffen: Spielen macht uns lebendig und leicht.

• Verspieltheit: Dazu gehören Blumendekorationen und Möbel, die man nach Lust und Laune immer mal wieder umräumen kann. Und bunte Farben. Welche Farben einem gut tun, kann man übrigens leicht von seinen Lieblingsgeschmäckern ableiten. Jemand, der gern Zimt als Gewürz mag, fühlt sich auch in zimtfarbenen Räumen wohl.

• Im Schlafzimmer hingegen gilt: Für Ruhe sorgen. Hier sollte jede Ablenkung, die vom Schlafen abhält, raus. Bücherberge, Videospiele und Arbeitsmaterialien haben im Schlafzimmer nichts zu suchen.

 

Wie schaffe ich mit dem Interieur positive Stimmung?

SABINE TAUS, Einrichtungshaus Taus, Wien

Sabine Taus ist Geschäftsführerin von Hans Taus Einrichtungen. www.hans-taus.at

Harmonie zwischen den Farben, Materialien und dem Möbeldesign zu schaffen ist eine persönliche, individuelle Angelegenheit. Allgemein lässt sich empfehlen:

• Farben und Helligkeit gehören zu einer positiven Wohnatmosphäre: helle Stoffe oder Leder, am besten neutral, bunte Farben an Teilen der Wände und Farbakzente bei Möbeln und Kissen, Geschirr etc.

• Nicht alles sollte bunt sein, und das, was bunt ist, muss leicht austauschbar sein oder sollte nur als Akzent eingesetzt werden, denn das Wohlgefühl ändert sich auch manchmal aufgrund der Jahreszeiten: Im Sommer wirken helle Farben kühlend, im Winter wirken dunkle Farben gemütlicher

ten, ist es wichtig, Vorlieben heraus- filtern! Machen Sie sich Gedanken über die Farben und Materialien, die Ihnen gefallen. Denn das ist das Einzige, was im Zuhause wirklich ein positives Wohngefühl erzeugt: Man muss sich wohlfühlen!

 

Welches sind die wichtigsten Feng-Shui-Regeln für eine optimistische Wohnung?

THOMAS FRÖHLING, Deutsches Feng Shui Institut

Thomas Fröhling ist Gründer des Deutschen Feng Shui Instituts in Freiburg/Au. Er berät Manager, bildet zum Feng-Shui-Berater aus und hat als Buchautor zahlreiche Bücher über die chinesische Lehre veröffentlicht („Feng Shui Heute“). www.dfsi.de

Schon mit einigen wenigen Hand- griffen lassen sich Räume kraftvoller und optimistischer gestalten:

• Räumen Sie Blockaden aus dem Weg und befreien Sie sich von Ballast, der unnötig belastet: Achten Sie in Ihren Räumen auf Ordnung, denn Räume können uns stärken oder schwächen. Ein unaufgeräumter Schreibtisch zum Beispiel lässt Sie ständig an das Unerledigte denken. Sie sind dann im wahrsten Sinn des Wortes für das Neue blockiert. Ganz allgemein kann man sagen: Unordnung bindet unsere Aufmerksamkeit und damit unsere Energie, die uns dann für die anderen, schöneren Dinge im Leben fehlt.

• Bei den Wandfarben bevorzugen Sie helle frische Töne oder nutzen Sie das Wissen der Farbpsychologie. Ein warmes Sonnengelb wirkt stimmungsaufhellend, ein sanftes und warmes Grün harmonisierend auf unsere körperlich-seelische Balance. Rot steht für Anerkennung, Selbstbewusstsein und Energie. Blau verkörpert das Element Wasser und wirkt beruhigend, kann aber auch kalt und depressiv sein. Weiß, Gold und Silber stehen für den Westen: Klarheit, Rationalität und Reichtum. Das Element Erde findet man in Braun- und Sandtönen. Sie vermitteln Harmonie und Sicherheit. So aktuell zurzeit auch die dunklen Farben sind – Tatsache ist, sie schlucken viel Licht und so manchen beschleichen unter ihrem Einfluss auch dunkle Gefühle.

• Betrachten Sie Ihre Wohnung einmal wie ein Fremder: Welche Bilder haben Sie für Ihre Räume gewählt? Was sagen diese Bilder aus? Sind sie heiter, positiv oder tendieren sie ins Düstere oder gar Destruktive? So interessant rein optisch etwa der Kopf der Medusa auch sein mag, wir sollten auch ihre Bedeutung nicht vergessen: Es ist die Frau mit den zwei Gesichtern – und eine Seite ist tödlich! Denn ob es uns bewusst ist oder nicht, die Symbole, mit denen wir uns umgeben, prägen uns, sie sind ein Teil unseres Umfelds. Wenn Sie also Ihre Wohnung optimistischer gestalten wollen, dann nehmen Sie – zumindest für eine gewisse Zeit – die düstere Goya-Radierung ab und hängen Sie helle, positive Bilder auf. Sie werden Ihr Leben und Ihr Denken positiv prägen.

• Richten Sie Ihre Räume nach Ihren Wünschen aus: Das gelingt mit Feng- Shui auf hervorragende Weise. Denn damit können Sie die Bereiche Ihrer Wohnung lokalisieren, die mit Ihren Lebenswünschen in Resonanz ste- hen.Wenn Sie sich zum Beispiel neu orientieren wollen (oder müssen), dann ist der Norden Ihre Himmelsrichtung. Wenn Sie etwa nach einem Weg für Ihre berufliche Laufbahn suchen, könnten Sie einen Kompass dorthin legen, der Ihnen symbolisch den Weg weist. Fehlt es Ihnen hingegen an Energie für den Neubeginn, dann stärken Sie den Osten Ihres Hauses, denn dieser Sektor steht mit Vitalität, Gesundheit und Neubeginn in Verbindung. Platzieren Sie dort beispielsweise eine kräftige, gesunde Pflanze oder einen Brunnen.

 

Wie bringe ich ein Lächeln in Meine Wohnung?

RALPH VAN GEMERT, Innenarchitekt, Stilwerk

Ralph van Gemert ist als Innenarchitekt bei der Stilwerk room service GmbH in Hamburg beschäftigt. www.stilwerk.de

• Meine eigene Regel für eine positive Wohnungsgestaltung ist: Anything goes! Ob man New Country oder Minimalismus mag, spielt keine Rolle, solange es nur gut gemacht ist. Wichtig ist, mehr Mut zum eigenen Stil zu haben – das ist Optimismus. Machen Sie sich keine Gedanken, was Ihre Freunde oder Nachbarn über etwas denken könnten. Bei Ihrer Kleidung mixen Sie ja auch mutig H&M mit Designersachen.

• So wie ein Gürtel oder ein paar Schuhe ein Outfit aufwerten, so kann Licht eine Wohnungseinrichtung aufwerten. Andererseits können Sie sich mit den teuersten Möbeln umgeben – wenn Sie kein gutes Licht haben, wird es nach nichts aussehen. Manchmal genügen so einfache Dinge wie ein Dimmer-Schalter, durch den bequem unzählige Lichtstimmungen geschaffen werden.

• Es muss nicht gleich die ganze Wohnung verändert werden, um ihr Optimismus einzuhauchen. Es tun auch Vasen, Vorhänge, Kissen – alles Accessoires, die leicht auszutauschen sind und eine Wohnung völlig neu beleben.

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